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Maltechniken
Die Oelmalerei
Oelfarbe wird oft als das älteste Malmittel überhaupt eingestuft. Diese Behauptung stimmt nicht. Denn die älteste Farbe ist eigentlich die Temperafarbe. Mit Ihr wurden beispielsweise Tafelbilder und Fresken gemalt. Die Temperafarbe besteht aus in Wasser gelösten Pigmenten, die mit Eigelb oder einem ganzen Ei gebunden wurden.
Die Oelmalerei wurde durch den flämischen Maler Jan van Eyck - frühes 15. Jahrhundert - erfunden. Seither ist die Oelmalerei eine Erfolgsgeschichte, da die Farbe sehr flexibel einsetzbar ist. Die Temperafarbe hingegen war sehr zähflüssig und konnte nur in einer strichelnden Technik gemalt werden. Anfänglich wurde die Oelfarbe sehr glatt aufgetragen, Pinselstriche waren keine zu sehen. Erst später wurden die vielfältig anwendbaren Möglichkeiten der Oelfarbe entdeckt. Ein Meister der Oelmalerei war z.B. Rembrandt. Im 19. Jahrhundert waren es die Impressionisten, die die Maltechniken weiterentwickelten.
Heute ist die Oelfarbe geschmeidig und anpassungsfähig: ob dick oder dünn, mit Pinsel oder Spachtel aufgetragen, alles ist möglich. Die langsam trocknende Farbe erlaubt auch über Wochen ständige Korrekturen. Mussten früher Lehrlinge des Meisters Farben mühsam mit Oel anreiben, kommt die Farbe heute aus der Tube. Diese Erfindung geht auf das 19. Jahrhundert zurück und eröffnete ganz neue Wege: die Freilichtmalerei.
Die Aquarellmalerei
Die Aquarellmalerei kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Denn Wasserfarben kannte man bereits in der Antike. Die Blütezeit begann aber erst Ende des 18. Jahrhunderts. Aufgrund des Naturempfindens jener Zeit, schätzten vor allem die Landschaftsmaler die Lebendigkeit der Aquarellfarbe. Sie erlaubten Licht- und Farbeindrücke spielerisch wiederzugeben.
Der englische Maler J.M.W. Turner setzte sich intensiv mit der Aquarellmalerei auseinander und verhalf dieser Maltechnik so zur vollen Anerkennung. Auch später malten bekannte Künstler wie Gauguin, Cézanne oder Emil Nolde Aquarelle.
Auch der Mythos, die Aquarellmalerei sei besonders schwierig zu handhaben wird sogar von Anfängern entkräftet. Fehler sind zwar schnell gemacht und können im Gegensatz zur Oelmalerei nicht immer korrigiert werden. Auch ist es am Anfang schwierig die Motive realistisch darzustellen. Hat man jedoch die eigene Arbeitsweise entwickelt, kommt man schnell über die Hindernisse hinweg.
Die Beliebtheit der Aquarelle ist bis heute ungebrochen, nicht nur bei Hobbymalern sondern auch bei professionellen Künstlern. Sicherlich auch weil die Motivwahl sich von Landschaften zu Stilleben, Portraits und Stadtszenen ausgeweitet hat.
Painteria
Monica Geiler Estevez, Chürzi, CH-8854 Galgenen
Telefon 076 327 61 43, Fax 055 440 19 41, monica.geiler@painteria.ch
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